Pop: Silke Hauck versammelt ihre besten Liebesballaden

Kuscheln mit Licht und Liebe

 

In der Musikszene des Rhein-Neckar-Deltas gilt Silke Hauck seit gut 20 Jahren als feste Größe - Ex-Nine-Days-Wonder-Gitarrist Michael Bundt hat sie unter seine musikalischen Fittiche genommen, die Wahl-Mannheimerin ist als Sängerin gefragt von Jason Wright bis Xavier Naidoo und pflegt mit Beharrlichkeit ihr Live-Publikum zwischen Schatzkistl und Muddy's Club. Dort präsentiert sie heute auch ihre neue CD "Light And Love. The Best Love Songs 2004 Till 2010".

 

Wie der Untertitel es nahelegt, handelt es sich um eine Auswahl von Balladen, die aus den jüngsten Alben "Mellow Blue" (2004), "Frozen Tears" (2007) und "Stay For Good" (2010) zusammengestellt wurde. "Michael hat die alte Bekanntschaft zu Hans Derer, Geschäftsführer des Jazz-Labels 7us in Winnenden aufleben lassen. Nachdem er meine CDs gehört hatte, wollte er mit uns zusammenarbeiten", berichtet Silke Hauck. Und da das Material für ein neues Studioalbum noch am Anfang stehe, kam man auf die Idee, Liebeslieder für herbstliche Kuschelstunden zu sammeln. Zumal es in der Regel meist Ideen für Balladen sind, die der Songwriterin zufliegen: "Ich nehme mir ja Uptempo-Songs vor, aber ich kann das schlecht beeinflussen."

 

Goldbedampfte Edition

Das ältere Material, vor allem der wohltemperierte Opener "Fallin' In Love With You", zeigt die Chanteuse im eher puristischen Klangewand, geschmackvoll gewebt aus wohlgefälligem Jazz, etwas Blues und Songwriter-Pop. Schon beim zweiten Song "Stay For Good" hört man die moderne Silke Hauck auf den Spuren der Stars des Contemporary R&B, während etwa "Frozen Tears" die Jazzpop-Linie à la Torun Eriksen repräsentiert. Trotz dieser stilistischen Sprünge ergibt sich aus elf Songs, zwei unveröffentlichten Demo-Aufnahmen, dem Mannheim-Song "Where My Heart Feels Like Home" und der Benefiz-Single "Lautes Herz" ein kohärentes Album, das seinem Kuschelzweck gerecht wird.

 

"Light And Love" erscheint heute außerdem für audiophile Hörer als goldbedampfte und auf 19 Titel mit 80 Minuten Spielzeit erweiterte Edition beim Stuttgarter Zounds-Label. Diese Veröffentlichung empfindet die gebürtige Zweibrückenerin als Auszeichnung: "Das ist ja etwas für echte Sammler." Wie ihre eigene musikalische Reise stilistisch weitergeht, kann Silke Hauck noch nicht sagen: "Der rote Faden meiner Platten sind ja die Ideen, die ich anschleppe. Wie genau das musikalisch weitergeführt wird, weiß ich jetzt noch nicht."

jpk, Mannheimer Morgen 07. Oktober 2011